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25. Januar 2021

Zeit ist nicht immer Geld

CDU-Fraktion sieht Bahnstrecke Bielefeld-Hannover kritisch

Die CDU-Fraktion Bad Salzuflen fordert eine Beteiligung als betroffene Kommune bei den kommenden Planungsgesprächen und präferiert den Ausbau der bestehenden Bahntrasse.

Die Planung der Bahn zur neuen Verbindung zwischen Bielefeld und Hannover ist bereits seit einigen Wochen Thema in der CDU-Fraktion und bewegt die Gemüter. 

„Es ist uns wichtig und deshalb setzen wir uns dafür ein, dass wir als betroffene Kommune in den Dialog einbezogen werden“, so Volker Heuwinkel, CDU-Fraktionsvorsitzender.

Heuwinkel weiter: „Es ist wichtig, dass wir uns jetzt gemeinsam im Planungsprozess einbringen und positionieren, damit unsere Interessen auch gewahrt werden. Von der Bahn erwarten wir, dass die berechtigten Belange der Bad Salzufler Bürger in die Planung mit einbezogen werden und auch Berücksichtigung finden. Das heißt für uns, dass eine Erweiterung nur auf der alten Strecke erfolgen kann.“

 
Mitglieder der Fraktion setzen Zeichen, so wie z. B. CDU-Ratsherr Andre Schielmann aus Lockhausen, der sich der Initiative „WiduLand“ privat angeschlossen hat. 

„Es ärgert mich, wenn beim Streben nach Profit Menschen, Landschaft und Natur vergessen werden“, so Schielmann. 

Sebastian Hokamp, CDU-Ratsmitglied aus Wüsten ergänzt: „Ein trassenferner Ausbau, der mit einer Zerstörung von Naturschutzgebieten und der Versiegelung wertvoller Landschaft einhergeht, kommt gerade für Bad Salzuflen als Kur- und Tourismusort nicht in Frage.“

Einig ist man sich, dass zur Erreichung der Klima- und Umweltziele eine Verlagerung des Individual- und Güterverkehrs auf die Schiene einen Beitrag leisten kann. 

2 Comments on “Zeit ist nicht immer Geld

Peter Hellmann
1. Februar 2021 um 21:02

Wenn der Deutschland Takt die zentrale Vorgabe der Bundesregierung ist, dann muss gebaut werden entweder eine komplett neue Strecke ca. 90 km oder ein Aus-/Neubau z.B. Variante „Bad Oeynhausen“ ca. 60 km. Denn die vom Zielfahrplan 2030+ vorgesehene Fahrzeit von 31 Minuten ist das Ergebnis einer sehr genauen Gesamtplanung. Die Möglichkeiten, davon abzuweichen, sind sehr begrenzt und beschränken sich auf etwa 5 Minuten. Eine Integration in den Deutschlandtakt ist bei Fahrzeiten bis zu 36 Minuten möglich. Mehr als 5 Minuten ergeben gravierende Anschlussverluste oder erfordern sehr tiefe Eingriffe in den Deutschlandtakt. (entnommen von der Internetseite Initiative Deutschland Takt / Fahrgastverband Pro Bahn) oder gibt es dazu andere Gutachten, die zu einem anderen Ergebnis kommen?

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Bert Kaufmann
3. Februar 2021 um 13:52

Sehr geehrter Herr Hellmann, das ist auch unser Kenntnisstand, anderslautende Gutachten sind uns nicht bekannt. Vielen Dank für Ihre Meldung.

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