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21. April 2020

CDU-Ratsfraktion: 25.000 Euro für die Digitalisierung des Einzelhandels bereitstellen

Seit Montag dürfen Geschäfte mit entsprechenden Auflagen wieder öffnen – das hat auch bei den Einzelhändlern in Bad Salzuflen für Erleichterung gesorgt. „In der Zeit der Schließung sind viele Händler kreativ geworden, haben Liefer- und Abholservice angeboten“, haben CDU-Bürgermeisterkandidat Dirk Tolkemitt und CDU-Fraktionsvorsitzender Volker Heuwinkel festgestellt. „Dabei ist einmal mehr deutlich geworden, dass wir im Thema Digitalisierung gerade beim Handel in unserer Stadt viel weiter sein müssen.“ Deshalb hat die CDU-Ratsfraktion jetzt beantragt, dem Stadtmarketing zweckgebunden 25.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um damit den Einzelhändlern beim Aufbau eines neuen Vertriebskanals unter die Arme zu greifen.

„Dabei sollen die Einzelhändler unter der Prämisse „Hilfe zur Selbsthilfe“ begleitet, ermutigt und unterstützt werden, ihre Online-Aktivitäten auf- oder auszubauen. Da nicht jedes Geschäft über die gleichen Ausgangsbedingungen verfügt, denken wir hierbei an ein abgestuftes System mit einzelnen Bausteinen, die somit passgenau den Bedürfnissen der Händler angepasst werden können“, erklärt auch Christian M. Meinardus, CDU-Vertreter im Fachbeirat Stadtmarketing. Ziel müsse es sein, keine kurzfristigen „Insellösungen“ zu schaffen, sondern ein offenes System, mit dem zum einen der Händler individuell und ohne äußere Abhängigkeiten arbeiten kann, aber das zum anderen auch Schnittstellen und damit Möglichkeiten zur Verbindung mit anderen Systemen bietet und für die Zukunft offen hält.

Bürgermeisterkandidat Dirk Tolkemitt nahm direkt am Montag die ersten Gespräche im Einzelhandel auf: „In der Krise ist jedem noch mal die Notwendigkeit der Digitalisierung deutlich geworden – das sollten wir jetzt konstruktiv nutzen, um den Einzelhandelsstandort Bad Salzuflen digital neu aufzustellen.“ Ihm sei dabei wichtig, dass es sich um nachhaltige Lösungen handele und nicht um vorübergehende: „Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, um die Stärkung der Gemeinschaft, aber auch eine Verbesserung von Service und Leistungsangeboten.“ Schließlich sei auch noch nicht absehbar, wann wieder touristische Reisen nach Bad Salzuflen erlaubt werden und somit fehle dem Handel derzeit eine weitere wichtige Zielgruppe.

Perspektivisch soll die Digitalisierung weitere Schritte ermöglichen, wie  etwa eine Einbindung z.B. in eine erweiterte Plattform der Salzuflen-Card oder in den neuen Online-Auftritt der Staatsbad GmbH. „Wichtig ist der CDU-Ratsfraktion, dass jetzt zügig, nachhaltig und konstruktiv mit dem Projekt begonnen wird – dafür wollen wir als Politik den Anstoß geben. Den Satz „Unterstützt Eure lokalen Händler“ muss man auch leben und mit Inhalt füllen“, so Volker Heuwinkel.

Bürgermeisterkandidat Dirk Tolkemitt nutzte den ersten Öffnungstag des Einzelhandels im April nicht nur für gute Gespräche über den Antrag der CDU-Ratsfraktion, sondern auch gleich zur Besorgung eines Geburtstagsgeschenks. „Lokal handeln ist gerade in Bad Salzuflen einfach und vor allem toll“, findet er.

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