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12. Mai 2018

CDU-Ratsfraktion trauert um ehemaliges Vorstandsmitglied Karl-Hermann Krog

Die CDU-Ratsfraktion trauert um Prof. h.c. h.c. Karl-Hermann Krog. Der langjährige CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Mitglied im Fraktionsvorstand verstarb am 11.05.2018 kurz vor seinem 93. Geburtstag. „Neben seinem politischen Engagement mit Ratschlägen und Unterstützung für die CDU bis ins hohe Alter hinein, wird vor allem auch sein vielfältiges gesellschaftliches und berufliches Wirken in Erinnerung bleiben“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Volker Heuwinkel. Krog war von 1975 bis 1985 Mitglied des Rates und des CDU-Fraktionsvorstandes.

Karl-Hermann Krog wurde am 15. Mai 1925 in Neubrandenburg geboren, wo er auch seine Schulzeit bis zum Abitur 1943 verbrachte. Dem Arbeitsdienst folgte die Einberufung zur Wehrmacht und die Teilnahme am Rußlandfeldzug. Dort geriet er als Leutnant in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er fliehen konnte, um direkt danach in amerikanische Gefangenschaft zu gehen. Im zweiten Versuch gelang ihm dann die Flucht nach Schleswig-Holstein, hier absolvierte er eine landwirtschaftliche Ausbildung. 1956 übernahm Krog eine Pachtung im Kreis Herford, vier Jahre später begann er mit dem Aufbau eines eigenen landwirtschaftlichen Betriebes in Werl-Aspe, den er 1980 um Damwildhaltung erweiterte. Karl-Hermann Krog war seit 1954 verheiratet, aus der Ehe mit seiner Frau Marieanne gingen fünf Kinder hervor.

Neben seinem jahrzehntelangen Engagement in der CDU setzte sich Karl-Hermann Krog auch stets für die Belange seines Berufsstandes ein, ob auf Bad Salzufler oder lippischer Ebene wie beim Landwirtschaftlichen Verein oder gar auf Bundes- und Europa-Ebene wie für den Verband der landwirtschaftlichen Wildhaltung, dessen Bundesvorsitzender und später Ehrenvorsitzender er war. Daneben blieb er seiner ursprünglichen Heimat durch Aktivitäten bei der Landsmannschaft Mecklenburg und dem Bund der vereinigten Landsmannschaften verbunden. Ebenso aktiv war er beim Verband deutscher Soldaten und bei der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, deren Leiter er von 1970 bis 1990 war.

2001 hatte Karl-Hermann Krog – nicht zuletzt aufgrund seiner Erlebnisse im 2. Weltkrieg – den Verein „Brückenschlag Ukraine“ gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, Versöhnung, Völkerverständigung und Freundschaft durch Aufbau, Unterstützung, Information und Kultur zwischen beiden Völkern zu schaffen. Vorausgegangen war bereits ein persönliches Engagement von Krog für den Bau einer Gedenkstätte in Kowel (Westukraine), die Mai 1996 eingeweiht wurde. Parallel dazu entstanden partnerschaftliche Kontakte zwischen Bad Salzuflen und Luzk sowie dem Kreis Lippe und der Region Wolhynien. Für die zahlreichen Studienaustausche, Hilfslieferungen und Projekte insbesondere auch im Bereich der Bildung wurden Karl-Hermann Krog Ehrenprofessuren der Technischen Universität und Osteuropäisch Nationalen Lessja-Ukrainka-Universität verliehen. In seiner Heimat wurde Krog unter anderem mit dem Bundestverdienstkreuz (1983) und dem grossen Verdienstkreuz des Verdienstordens – dem höchsten Orden Deutschlands – für sein vielfältiges Wirken geehrt.

Weitere Informationen zum Verein „Brückenschlag“, dessen Vorsitzender Karl-Hermann Krog war, finden Sie im Internet unter www.brueckenschlag-ukraine.de.

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