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23. April 2016

Senioren Union besichtigt die Firma Sollich

Der Vorsitzende, Rainer-Ulrich Mayrhofer, begrüßt schon auf dem Parkplatz 24 angemeldeten Mitglieder und Gäste.

Im Foyer eingetroffen, empfing Herr Thomas Sollich (Geschäftsführer) die Besuchergruppe und führte sie in den Tagungsraum der Firma. Dort angekommen erläutert Herr Sollich, das Produktionsprogramm der Firma reiche von vollauto-matischen Schokoladenüberzugmaschinen, Kühltunnel, Form-, Extrudier- bis hin zu Schneideanlagen. Sollich sei hier Marktführer.

  • Zunächst berichtete Herr Sollich über die Familiengeschichte.
  • 1920 habe sein Großvater, Robert Sollich, eine Bäckerei in Ratibor (Oberschlesien) gegründet. 8 Jahre danach sei er nach Rostock umgesiedelt. In Rostock habe der Großvater zunächst Maschinenbau gelernt. Danach entstand dort ein Betrieb für Süßwarenmaschinen. Nach dem 2. Weltkrieg (1948) wurde der erste Vakuum-Kocher erfunden.
  • 1950 siedelte Robert Sollich dann nach Bad Salzuflen um, gründete dort die Firma und beginnt somit die Herstellung von Schokoladenmaschinen. 1957 wurde die erste Schokoladenüberziehmaschine mit Umlauftemperierung erfunden.
  • 1966 übernahm der Sohn Helmut Sollich das Unternehmen und machte es im selben Jahr zum größten Hersteller von Schokoladenüberziehanlagen. 10 Jahre später wurden Überziehanlagen für Karamell und Zuckerglasuren entwickelt.
  • 1985 wurde das Pralinenformsystem Solformat entwickelt. Sollich wurde zur Weltmarke.
  • 1992  übernahm die Sollich-Gruppe die Chocotech GmbH aus Wernigerode, so Herr Sollich.
  • In der 3. Generation habe er als Sohn von Helmut Sollich in Zürich Maschinenbau studiert, um 1997 die Leitung des Unternehmens zu übernehmen. Zur Sollich-Gruppe gehören heute neben der Chocotech GmbH, die Chocotech Candy-Division mit Werken in Wernigerode und Hannover und das Hauptwerk in Bad Salzuflen, sowie eigene Vertretungen mit Servicekräften in Großbritannien, USA und Sollich Asia in Singapur.
  • Die Maschinen werden Weltumspannend u. a. für die Firmen Stork, Nestle, Lübecker Marzipan gebaut. Die Herstellung der Produkte ende vor der Verpackung, so Herr Sollich.
  • Weiter berichtete Herr Sollich über die Vielfalt der Produkte. Hier zeigt Herr Sollich einen neu erstellten Film über den betrieblichen Ablauf in den vergangen 80 Jahren bis heute. Jede Maschine sei Maßanfertigung und ein Unikat. Neben Maschinen zur Herstellung von Schokolade und Pralinen werden auch Überziehmaschinen zur Umhüllung von z. B. Marzipan, Müsliriegel, Keksen, Lebkuchen und Waffeln mit Schokolade, Karamell oder Zuckerglasur erstellt. Durch die Kakaobutter sei Schokolade bakteriell unproblematisch. Die Maschinen müssten nicht ständig gründlich gereinigt werden. Zum Thema Kakaobutter berichtete Herr Sollich, dass Kakaobutter auch für Kosmetik verarbeitet würde. Die Testschokolade, die nicht von den Mitarbeitern verzehrt würde, müsse als Tierfutter verwendet werden.
  • In Anwesenheit des Kaufmännischen Leiters, Herrn Friedrich, spricht Herr Sollich den Mitarbeiterstamm an. Im gesamten Unternehmen seien ca. 500 Mitarbeiter/innen. Es werden weltweiter Service und Schulungen angeboten. Im den Betrieben würden ständig etwa 30 Lehrlinge als Elektroniker, Industriekaufleute, Industriemechaniker, Zerspannungsmechaniker sowie technische Produktdessinger ausgebildet. Man habe für die Ausbildung extra eine Ausbildungswerkstatt eingerichtet. Hier könnten die Lehrlinge unter Anleitung arbeiten.
  • Nach dem Filmbeitrag führten Herr Sollich und Herr Friedrich die Gäste in 2 Gruppen durch die einzelnen Abteilungen des Betriebes. Durch den Zukauf einiger umliegenden Betriebe konnte sich die Fa. Sollich in den letzten
  • Jahren an gleicher Stelle durch Um- und Anbau sehr vergrößern. Die Betriebe fielen durch ihre außerordentliche Sauberkeit auf.
  • Nach der Werksbesichtigung gab es im Tagungsraum bei Kaffee, Tee, Kuchen und Schokolade weitere interessante Berichte durch Herrn Sollich.
  • Für den Maschinenbau sei das Interesse von weiblichen Auszubildenden sehr gering. Nach der Ausbildung könnten die jungen Leute noch 1 Jahr im Betriebe bleiben. Bei freiwerdenden Stellen durch Krankheit oder aus Alters-gründen könnten sie sich natürlich bewerben.
  • Wenn Mitarbeiter/Innen Nachwuchs bekämen, gebe es von der Firma eine kleinere Decke mit Firmenlogo.  -2-
  •  Mit dem Betriebsrat und den ca. 40 gewerkschaftlich engagierten Mitarbeitern gebe es keine Probleme. In all den Jahren habe es in dem Unternehmen noch keine Kurzarbeit geben müssen. Zur Zeit würde noch nicht in Schichten gearbeitet. Man überlege derzeit, ob mit Fertigstellung der neuen Halle in 2 Schichten gearbeitet werden müsse, damit die sehr teuren Maschinen für die Metallverarbeitung gut ausgelastet würden.
  • Eine Zertifizierung nach ISO 9000 sei kein Thema mehr. Aus Kostengründen hätte man dieses Thema zu den Akten gelegt. So lange es von der Politik keine besonderen, speziellen Vorschriften gebe, käme eine Zertifizierung nicht in Frage.
  • Eine Zertifizierung sei sehr teuer und beinhalte viele Vorschriften.
  • Ein eingezäuntes Betriebsgelände mit Schranke und Pförtner gebe es nicht. Dieses sei bei einer Zertifizierung erforderlich.zur Besichtigung mit Vortrag des hervorragenden Betriebes sowie der guten Bewirtung. 
  • Zum Ende der Besichtigung dankt Herr Mayrhofer im Namen der Gäste Herrn Thomas Sollich, für die nette Einladung

 

 

 

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