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7. September 2015

Ein Blick in die Zukunft: Klaus-Peter Schöppner über Deutschland und Bad Salzuflen im Jahr 2030

Einen spannenden Blick in die Zukunft erlebten knapp 50 interessierte Gäste im Best Western Hotel Ostertor, als Demoskop und Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner die Trends und Entwicklungen der kommenden 15 Jahre aufzeigte. Auf Einladung von CDU Bürgermeisterkandidat Volker Heuwinkel mahnte er dazu, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und auf sie zu reagieren, aber auch die Chancen für Kommunen zu nutzen.

Der demographische Wandel wird sich tiefgreifend auf die Gesellschaft in Deutschland auswirken, so sein Fazit. Und neben der Gesellschaft wird auch die Wirtschaft sicher weiter stärker internationalisieren, was sich sowohl auf Einkaufsmöglichkeiten und -gewohntheiten, aber auch auf die Arbeitsweisen und Strukturen auswirken wird. Gerade die 24-Stunden-am-Tag, sieben-Tage-die-Woche-Flexibilität wird stärker in den Fokus rücken.

Daraus ergeben sich auch Veränderungen der Familienstruktur: „Wir werden Familie bald anders definieren – es wird die Arbeitsfamilie geben, die Freizeitfamilie und im Kern noch die biologische Familie“, so Schöppner. „Familien werden durch sich schnell verändernde und heterogene Lebensgemeinschaften abgelöst.“ Das wiederum wirkt sich natürlich auch auf die gesellschaftlichen Werte aus, bei denen Schöppner eine „Atomisierung“ voraussagt, die teilweise schon im Gange sei: „Es wird völlig unterschiedliche Lebensentwürfe geben, die in sich geschlossen sind.“

Über allem wird nach seiner Ansicht eine weitere Technologisierung des Alltages stehen, in dem künftig noch mehr als bisher computer- und chipgesteuert sein wird.

„Spannende Herausforderungen“, sah Bürgermeisterkandidat Volker Heuwinkel, „aber auch Chancen, gerade für unsere Stadt“. So sei es wichtig, Bad Salzuflen weiterhin als modernen, zeitgemäßen Lebensmittelpunkt zu positionieren und ebenso die Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen. „Die vor uns liegenden Aufgaben werden nicht kleiner – sondern vielfältiger. Deshalb werden wir ab 2016 auch genau diese Aspekte im Rahmen einer neuen Leitbild-Diskussion vertiefen und daraus für unsere Stadt Konzept und Möglichkeiten entwickeln“, so Heuwinkel.

 

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