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2. Juni 2015

Erster Postbus erreicht Bad Salzuflen – Neue Anbindung an Internationales Netz

„Wir fahren gleich ins Paradies“, verkündete Stadtführerin Sabine Mirbach auf der Jungfernfahrt des Postbusses mit dem ersten Halt in Bad Salzuflen den fast 50 Fahrgästen an Bord. Für die Stadtführerin steht LIP für „Leben im Paradies“. Sie informierte auf der Fahrt von Hannover in die Kurstadt kurzweilig über die Vorzüge von Bad Salzuflen und verloste ein Wellness-Wochenende. Gewinner Sascha freute sich und sagte: „Da komme ich gern und bin bestimmt schnell tiefenentspannt.“ Auch andere Gäste auf dem Weg ins Ruhrgebiet zeigten sich angetan vom für sie überraschenden Halt in der Solemetropole. Ein Ehepaar aus Siegburg möchte hier unbedingt bald Urlaub machen, wie es sagte.

Mit im Bus waren auch der Aufsichtsratsvorsitzende des Staatsbades, Volker Heuwinkel, und der Geschäftsführer Stefan Krieger. Für sie stehen neue Gästegruppen im Vordergrund, die nun mit dem Postbus anreisen. Auch neue Bus-Pauschalangebote sind dazu geplant. Eine 75-Jährige an Bord stellte fest: „Ich komme aus Berlin schon immer nach Bad Salzuflen, aber mit dem Zug, da muss ich dreimal umsteigen.“ Aber auch der täglich neu festgelegte Preis lockt. An Bord waren Gäste von Berlin, die nur 23 Euro für die Fahrt nach Bad Salzuflen gezahlt hatten.

„Wir sehen das als günstige und komfortable Ergänzung zur Bahn“, beschreibt Matthias Weidner als Vertriebsleiter der Deutsche Post Mobility GmbH die Motivation für sein Unternehmen, das bundesweite Netz von bisher 60 auf jetzt 120 Ziele auszuweiten. Fast täglich wird Bad Salzuflen als einer der ersten Kurorte in Deutschland nun angefahren. Vom ZOB am Ostertor sind 28 Ziele bundesweit direkt zu erreichen. Mit Umsteigen liegen auch Amsterdam, Kopenhagen, Warschau, Paris, Turin oder Prag auf den Strecken. Weidner, der bei der Jungfernfahrt dabei war, hob die hohe Qualität der gelben, dreiachsigen Busse mit mobilem Internet an Bord, Kaffeeangebot und Dreipunkt-Sicherheitsgurten hervor. Nach Voranmeldung lassen sich für zehn Euro auch Fahrräder mitnehmen, kostenfrei sind ein Koffer und ein Stück Handgepäck. „Die Toilette erreichen Sie erhobenen Hauptes und ohne akrobatische Übungen“, betonte Weidner. „Wir setzen voll auf Qualität und Komfort.“

Stefan Krieger lud die Gäste der Jungfernfahrt noch zu einem Gläschen Detmolder Royal am Bussteig sechs des ZOB ein, der extra mit einem gelben Teppich und einer gelben, original Baumelbank wie im Kurpark geschmückt war. „Viel mehr als nur ein Zwischenstopp“, stand auf dem Willkommens-Banner und animierte zum Hierbleiben. Eine kleine Band spielte. Für die Menschen aus der Region ist ein neues Buszeitalter angebrochen: In 1,5 Stunden sind sie in Dortmund oder Hannover – und das zu unschlagbar günstigen Preisen.

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