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17. Januar 2015

CDU Bad Salzuflen Neujahrsempfang 2015: „Lippe 4.0 – ein optimistischer Blick in die Zukunft“

Miteinander reden, ein weiterhin ausgeglichener Haushalt und die Schaffung von Gewerbeflächen – das hat sich CDU-Bürgermeisterkandidat Volker Heuwinkel auf die Fahnen geschrieben. Auf dem Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbands Bad Salzuflen blickte Heuwinkel vor rund neunzig geladenen Gästen zurück auf ein Jahr, das „kein leichtes war“ – nicht nur welt- sondern auch kommunalpolitisch.

Ein Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen, deren Entwicklung in Bad Salzuflen – so Heuwinkel – „enttäuschend“ war, führte zur Erhebung der Grundsteuer, die „ich für vertretbar halte“, erklärte Heuwinkel und sprach sich explizit gegen die Aufnahme von Krediten zu Lasten künftiger Generationen aus. Mit der CDU als stärkster Partei im Rat blickt der Bürgermeisterkandidat positiv und optimistisch in die Zukunft – eine Weltsicht, die er mit dem Hauptreferenten des Abends, Prof. Dr. Gunther Olesch teilt. Der Geschäftsführer des Blomberger Unternehmens „Phoenix Contact“ und Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Lippe verbreitete mit seinem Vortrag „Chancen und Herausforderungen 4.0“ Optimismus pur.

4.0 – dieser immer wieder benutzte Zahlenbegriff steht für die vierte industrielle Revolution. Nach Wasser und Dampf, der Erfindung der Fließbänder, der digitalen Revolution sei nun 4.0 das „Leitbild für die industrielle Produktion“, erklärte Olesch. Die Empfehlung, hier mehr auf die Chancen als auf die Herausforderungen zu blicken, setzte er in seinem Vortrag beispielhaft in die Tat um. Nach einem kurzen Abstecher in das kleine „1 x 1 des Erfolgs“ mit der Vision als Startschuss, der Auswahl der passenden Partner, dem Training, dem Durchhaltevermögen und der Begeisterung über den Sieg, attestierte Olesch zunächst Gesamt-Deutschland und im Besonderen Ostwestfalen-Lippe eine solide Grundlage für eine „Gewinner-Region“.

Angefangen mit einer stabilen Politik, „für die im Ausland als Synonym Merkel steht“, so Olesch, über eine stabile Wirtschaft mit gesundem Mittelstand inhabergeführter Unternehmen, zu denen sich auch Phoenix Contact mit 13.000 Mitarbeitern weltweit zählt, seien die Voraussetzungen für einen Start in das Zeitalter 4.0 bereits vorhanden. „Kein anderes Land ist durch die Finanzkrise 2009 so gut durchgekommen wie Deutschland“ – dies zum Thema Durchhaltevermögen. Thema Bildung: „In Ostwestfalen kommen 102 Patente auf 100.000 Einwohner. NRW hat sechzig Prozent weniger zu bieten. Ostwestfalen-Lippe ist Brainware“, erklärte Olesch und lobte die Bildungssituation der Region mit ihren Hochschulen, die international Anerkennung finden. Ein „Top-Preis-Leistungs-Verhältnis“ attestierte der Referent Ostwestfalen-Lippe in Bezug auf Wohnen und Lebensqualität. Hinzu komme der hohe Sympathiefaktor, den sowohl die heimische Region als auch ganz Deutschland derzeit genieße.

Als Herausforderung sieht Olesch die Präsentation Lippes als „eine attraktive Arbeitsregion“. Dazu gehörten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten – beispielsweise in Form eines dualen Studiums. „Außerdem sollten Migrantenkinder zu höheren Schulabschlüssen gefördert werden“, so Olesch. Darüber hinaus habe es in der Arbeitswelt der heutigen „Generation Y“ einen Wertewandel gegeben. Qualifizierte und umworbene Arbeitskräfte – das sind für Olesch vor allem Ingenieure in technischen Berufen – blickten vermehrt auf „die Marke Arbeitgeber“. Olesch: „Heutige Top-Arbeitskräfte sehen Arbeit nicht mehr als Bürde, wie seinerzeit unsere Großeltern-Generation, sondern wünschen sich Sinnhaftigkeit in der Beschäftigung und eine ausgeglichene Balance zwischen Beruf und Familie“.

Zu guter Letzt brach der Referent eine Lanze für die Industrie, die in Lippe für 30 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse sorge. „Lippe braucht die Industrie“, erklärte Olesch und schloss damit den Kreis zum CDU-Bürgermeisterkandidaten Volker Heuwinkel, der sich eingangs für die Schaffung von Gewerbeflächen vor Ort aussprach.

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